Massive Argumente für mehr Wohnqualität | Bundesverband Kalksandsteinindustrie e.V.

Gebäude sollen idealerweise im Sommer nicht zu warm, im Winter dagegen aber auch nicht zu kalt sein. Massivbauweise und Sonnenschutz helfen, den „Temperaturspagat“ zu schaffen.

Die Bauweise eines Hauses und die Wärmespeicherfähigkeit der verwendeten Baumaterialien haben einen erheblichen Einfluss auf die Wärmeentwicklung innerhalb der Räume. Eine ganz wesentliche Rolle spielt dabei die von außen durch die Fenster ins Hausinnere scheinende Sonne. Zum einen transportieren ihre Strahlen zwar kostenlos zusätzliche Wärmeenergie ins Haus, die in den Wintermonaten hilft, Heizenergie zu sparen. Zum anderen heizt sie jedoch im Sommer die Innenräume stark auf, was im Haus schnell zum berüchtigten „Barackenklima“ führen kann.

Bild 1_(c)Riehle Architekten-Martin Baitinger
Die horizontal verschiebbaren, farbig lackierten Blenden verleihen der schlichten, linearen Architektur eine
 besondere Ausstrahlung. Foto: ©Riehle Architekten-Martin Baitinger

Massive Wände als Hitzeschild
Massives Mauerwerk aus Kalksandstein stellt mit seinen ­schweren, wärmespeichernden Steinen eine ebenso einfache wie wirtschaftliche Bauweise dar. Da dieser natürliche Baustoff ­ähnlich wie eine Klimaanlage funktioniert, lässt sich mit ihm ein sehr wirkungsvoller Hitzeschutz realisieren. Wandkonstruktionen aus Kalksandstein sind in der Lage, der Raumluft überschüssige Wärme zu entziehen und sie zwischenzuspeichern, was zu einer spürbaren Senkung der Raumtemperatur führt. Die über die Fenster einfallende Sonnenwärme wird von den Wänden aufgenommen und zeitversetzt in den kühlen Nachtstunden wieder ­abgegeben. Beim Lüften entweicht sie rasch nach draußen, wodurch es sich im Sommer auch in den eigenen vier Wänden gut aushalten lässt. Zusätz­lichen Schutz gegen Überhitzung bieten von außen angebrachte Vorrichtungen, die die Sonne erst gar nicht ins Haus lassen und so im Sommer ideale Voraussetzungen für angenehmes Wohnen schaffen. Voll im Trend liegen übrigens horizontal verschiebbare Fensterladen, die – farbig oder gemustert – dem Haus eine ganz individuelle Note verleihen.

Massivhaus vs. Holzhaus

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Attraktiv und wirkungsvoll: Südseiten-Sonnenschutz in Form von horizontal verschiebbaren Platten mit gebohrten Lichtdurchlässen. Foto: ©Andreas Friese

Die physikalischen Hintergründe bestätigen sich auch in der Praxis: „Während in Massivhäusern aus Kalksandstein-Mauer­werk Überhitzungen spürbar seltener auftreten, ist in Leichtbauhäusern aus Holz-Rahmenkonstruktionen, insbesondere in den Sommermonaten von Juni bis August, eher mit Überhitzungen zu rechnen, vereinzelt auch schon im Mai“, heißt es beispielsweise in der Studie zur „Verbesserung des thermischen Komforts und zur Energieeinsparung“, die die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau (DGfM) bei alware, einem Braunschweiger Ingenieurbüro für Bauphysik und Gebäude­simulation, in Auftrag gegeben hat. Die Ingenieure verglichen im Rahmen dieser Untersuchung den thermischen Komfort eines Kalksandstein-Massivhauses mit dem Klima in einem Holzhaus. Das Ergebnis fiel eindeutig aus: Sowohl die Überhitzungshäufigkeit als auch die maximal gemessene Raumtemperatur waren im Kalksandstein-Massivhaus geringer. alware befand den thermischen Komfort eines Massivhauses aus Kalksandstein während der Sommermonate deutlich besser als den eines Holzhauses.

Speichermasse macht den Unterschied
Mehr noch: Durch die größere thermische Speicherfähigkeit massiver Bauteile ist das klimatische Verhalten eines Massivhauses auch insgesamt stabiler als bei einem Holzhaus. „Die Amplitude ist kleiner, das heißt, die Temperaturschwankungen fallen geringer aus. In der Folge werden die Räume in einem Massivhaus weniger schnell warm und überhitzen damit auch nicht so rasch. Und sie kühlen auch weniger schnell wieder ab. Insgesamt ist das Temperaturverhalten im Massivhaus aufgrund der größeren thermischen Speichermasse träger“, so die „Haus-Wärme-Diagnostik“ der Studie. Die Studie belegt übrigens auch, dass sich die positiven Effekte einer schweren Bauweise nicht nur im Sommer bemerkbar machen: Während der Heizperiode im Winterhalbjahr ist der Heizenergiebedarf für das betrachtete Massivhaus aus Kalksandstein-Mauerwerk deutlich geringer als der Bedarf des ansonsten baugleichen Holzhauses.

Weitere Informationen finden Sie unter https://www.kalksandstein.de

 

 

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